Eberhard „Matz“ Vogel – Leben und Karriere
Eberhard Vogel (*8. April 1943 in Altenhain bei Frankenberg/Sachsen) war einer der bedeutendsten Fußballspieler der DDR. Er spielte überwiegend als Linksaußen und wurde wegen seiner außergewöhnlichen Technik und Schnelligkeit bekannt.
Am 1. September 2026 starb Vogel im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit.
Seine Fußballkarriere
- 1961–1970: SC Motor/FC Karl-Marx-Stadt
- 1970–1982: FC Carl Zeiss Jena
- 440 Spiele in der DDR-Oberliga – bis heute Rekord
- 188 Oberliga-Tore – zweitbester Torschütze der DDR-Oberliga hinter Joachim Streich
- DDR-Meister 1967 mit dem FC Karl-Marx-Stadt
- FDGB-Pokalsieger 1972, 1974 und 1980 mit Carl Zeiss Jena
- DDR-Fußballer des Jahres 1969
🇩🇪 DDR-Nationalmannschaft
Vogel absolvierte 74 Länderspiele für die DDR und erzielte dabei 25 Tore. Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 teil und kam dort in drei Spielen zum Einsatz.
Besonders erfolgreich war er bei den Olympischen Spielen:
Bronze 1964 in Tokio
Bronze 1972 in München
Pelé wollte ihn nach Brasilien holen
Eine besondere Geschichte seiner Karriere: Beim FC Santos soll Pelé auf Vogel aufmerksam geworden sein und ihn für einen Wechsel nach Brasilien gewinnen wollen. Vogel blieb jedoch in der DDR.
Karriere als Trainer
Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Vogel als Trainer, insbesondere im Nachwuchsbereich. 1986 führte er die DDR-Juniorenauswahl zum Europameistertitel. Später trainierte er unter anderem Mannschaften in Jena, Hannover, Magdeburg und Dresden und war auch als Trainer in Togo tätig.
Tod
Eberhard Vogel starb am 1. September 2026 im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Der Deutsche Fußball-Bund und seine früheren Vereine würdigten ihn als herausragenden Fußballer und bedeutenden Vertreter des ostdeutschen Fußballs.